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Einführung

Transformation des Religiösen

Lebenskunst - Ethik - Bildung

Fr 11. April und Sa 12. April 2008
jeweils 9 Uhr - 17 Uhr
Tübingen, Katholisch-Theologisches Seminar, Liebermeisterstr.12

Fragen der Lebenskunst, Ethik und Bildung behandelt das Symposion der beiden Lehrstühle Theologische Ethik/Sozialethik und Praktische Theologie am Freitag, 11. und Samstag, 12. April 2008 unter der Perspektive von Transformationsprozessen des Religiösen.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der ETHOS.Agentur statt und lädt dazu ein, interdisziplinär und mehr-perspektivisch die Veränderungen von Werten, Weltbildern und Spiritualitätsformen zu erforschen.

Mitwirkende sind Professoren und Professorinnen der Katholisch-Theologischen Fakultät wie auch Dozentinnen und Dozenten anderer Hochschulen und Einrichtungen.

„Nicht nur Gesellschaft und Kultur befinden sich derzeit in einem Transformationsprozess, sondern auch die religiöse Wahrnehmung der Menschen. Das Religiöse gewinnt neu Gestalt in den Suchprozessen der Gegenwart.

Auch viele Christen erschließen sich neue, erfahrungsbezogene Zugänge zum Religiösen unter den Bedingungen veränderter Lebenswelten, im Kontext eines gewandelten Selbst- und Weltverständnis sowie in der alltäglichen Begegnung mit fremden Kulturen und Religionen.

Für den Einzelnen steht dabei weniger das Anliegen der Welterklärung im Vordergrund als das der Lebensbewältigung in dieser individualisierten, pluralisierten, technisierten und globalisierten Welt.

Das Christentum selbst befindet sich in einem epochalen Transformationsprozess und damit in einem Lernprozess, der von Christen beides fordert:
das Vertrauen in die integrative, evolutionäre Kraft des Christentums einerseits und die Befähigung zur „Unterscheidung der Geister“ andererseits.

Die Frage, was dieser Prozess bedeutet für Lebenskunst, Ethik und Bildung, steht im Zentrum des Symposions.

„Es wird ja viel geredet, dass das Bedürfnis nach Religion zurückkehre. Dabei ist zu klären, um welche Art von Bedürfnis es sich handelt.

Bedeutet das Interesse an Religion zugleich auch eine Stärkung der Religion?
Verbinden sich mit der Stärkung der Religion nicht auch Zweideutigkeiten, wie die Neigung zu Ausschließlichkeit bzw. sogar zu Gewalt?

Mit der Wiederkehr des religiösen Bedürfnisses sind Themen verbunden, die große Auswirkungen haben auf die individuelle Lebensführung, auf die Moral und die Bildung.

Deswegen beschäftigt sich die Tagung mit solchen Auswirkungen. Dabei soll deren plurale Weite ebenso untersucht werden wie deren subjektive Intensität.

Die Tagung versteht sich als Orientierungshilfe auf wissenschaftlicher Basis.“

Sie sind herzlich eingeladen zu den Vorträgen und Workshops und einer offenen Begegnung.

Prof. Dr. Dietmar Mieth
Lehrstuhl Theologische Ethik/Sozialethik
Ordinariatsrat Dr. Joachim Drumm
Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft, Diözese Rottenburg-Stuttgart

Berthold Winkler
ETHOS.Agentur

Dr. Verena Wodtke-Werner
Bildungswerk der Diözese Rottenburg-Stuttgart

 
© ETHOS.Agentur 2008